Hier handelt es sich um eine Qualifizierungsmaßnahme für Betriebsleiter/innen, Chefköche und deren Stellvertreter/innen in der Systemgastronomie.
Die 7 Module sind jeweils 2 Tage lang und erstrecken sich über einen Zeitraum von etwa einem ¾ Jahr.
Modul 1: Führungsverständnis
Wir werden nicht zu Führungskräften ausgebildet, sondern haben uns ‚irgendwie’ in eine Führungsposition hochgearbeitet und müssen plötzlich mit viel Verantwortung diese ausfüllen. Aber wie verstehe ich mich als Führungskraft? Dies hat entscheidenden Einfluss auf mein Führungshandeln. Daher lohnt es sich, mal genau hinzuschauen und ein Profil zu entwickeln, denn nur dann wirken wir in unserem Handeln authentisch und damit auch gegenüber den Mitarbeitern glaubwürdig.
Modul 2: Umgang mit verschiedenen Menschentypen
Menschen sind Individuen, aber genau das macht es so schwer, mit ihnen umzugehen. Wie ‚ticken’ meine Mitarbeiter eigentlich? Wie kann ich sie führen? Wo liegen ihre Stärken und wo die Schwächen? Je mehr ich darüber weiß, desto leichter und entspannter kann ich meine Mitarbeiter führen. Mit der Konzentration auf die Stärken jedes Einzelnen steigt die Produktivität und das Arbeitsklima – beides zentrale Aspekte für den Erfolg meines Handelns.
Modul 3: Teamarbeit / Teamentwicklung
Alle reden von Teamarbeit, aber was ist das eigentlich genau? Was macht effektive Teamarbeit aus? Welche Voraussetzungen hat sie? Wie entwickeln sich Teams? Wenn ich weiß, wie ich als Betriebsleiter/in oder Küchenchef/in auf mein Team und dessen Entwicklung Einfluss nehmen kann, dann reagiere ich nicht nur auf Situationen, sondern ich agiere und gestalte aktiv und nachhaltig die Arbeitsprozesse. So trete ich als Führungskraft hervor, ich weiß, was ich warum tue und biete meinen Mitarbeitern damit Orientierung und Sicherheit.
Modul 4: Grundlagen der Kommunikation
Eigentlich reden wir doch alle, wieso dann sich mit Kommunikation beschäftigen? Weil Alltagssprache und Berufssprache, speziell die Sprache von Führungskräften, nicht das Gleiche sind. In der professionellen Gesprächsführung kann ich auf verschiedene Arten zuhören, ich kann konkreter mein Anliegen äußern, ich kann meine Körpersprache gezielter einsetzen, ich kann Gesprächsstörer durch Gesprächsförderer ersetzen, ich kann über bestimmte Fragetechniken leichter mehr Informationen erhalten, um als Führungskraft auf Situationen zu reagieren. Auf diesen Grundlagen kann ich meinen Mitarbeiter/innen Feedback geben – ein zentrales Führungsinstrument, dass mir mein Handeln langfristig erleichtern wird.
Modul 5: Kritik-, Konfliktgespräch, Konfliktmoderation
Im Berufsalltag bin ich als Betriebsleiter/in oder Küchenchef/in immer wieder in der Situation, Kritik zu äußern. Zudem gibt es Konflikte, die ich mit meinen Mitarbeiter/innen klären muss oder Mitarbeiter/innen haben untereinander Konflikte, die sie von ihrer Arbeit abhalten. Aber wie genau führe ich eigentlich ein Kritik- oder ein Konfliktgespräch? Und wie kann ich Konflikte zwischen anderen Personen moderieren? Mein Ziel als Betriebsleiter/in oder Küchenchef/in ist schließlich, dass alle zielgerichtet handeln und nicht mit ihren eigenen ‚kleinen Welten’ beschäftigt sind.
Modul 6: Einstellungs- und Kündigungsgespräch
Die Auswahl neuer Mitarbeiter/innen ist das A und O. Es geht viel Zeit und Arbeit damit verloren, Mitarbeiter/innen auszuwählen, einzuarbeiten, um sie am Ende nach kurzer Zeit wieder entlassen zu müssen, weil sie sich als ungeeignet erwiesen haben. Aber wie erhalte ich in Einstellungsgesprächen die zentralen Informationen, die mich befähigen, eine möglichst sichere Personalentscheidung zu treffen? Und wenn es dann doch mal schlecht läuft? Wie entlasse ich Mitarbeiter, ohne dass dies zu einer negativen Stimmung im Team oder bei Kunden führt, ohne dass mein Image nach Außen beschädigt wird?
Modul 7: Selbst- und Zeitmanagement
Als Betriebsleiter/in oder Küchenchef/in bin ich mit ständig wechselnden Situationen konfrontiert. Sowohl Mitarbeiter/innen als auch Kunden wenden sich an mich – manchmal gleichzeitig. Wie verliere ich dabei nicht den Überblick und wie kann ich verhindern, dass mich dringende Aufgaben von den wichtigen Aufgaben abhalten? Wie setze ich Prioritäten? Und vor allem: Wie sorge ich für mich selbst und meine innere Balance, damit ich auch weiterhin erfolgreich arbeiten kann?
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