Mein Trainerverständnis

Als Trainerin sehe ich meine Aufgabe darin, Teilnehmer/innen ausgewählte Kompetenzen zu vermitteln, die sie in ihrer Berufspraxis umsetzen. Dieser Transfer und seine Nachhaltigkeit sind mir wichtig. Ich bin davon überzeugt, dass Teilnehmer/innen die Inhalte selbst erfassen und ausprobieren müssen, um ein solches Lernergebnis zu erreichen. Daher arbeite ich oft mit kurzen Impulsreferaten und aktiviere dann die Teilnehmer/innen mit verschiedenen Methoden zur praxisnahen Umsetzung. Diese Methoden können je nach Inhalt z. B. Einzelarbeiten, Gruppenarbeiten, Übungen oder auch Rollenspiele sein. Insbesondere Rollenspiele erzeugen mitunter Befürchtungen bei Teilnehmer/innen, so dass ich hier Vorgehensweisen entwickelt habe, mögliche Barrieren sanft abzubauen. Ohnehin wähle ich die Methoden sorgfältig nach dem Ziel des Trainings und dem Grad der Vertrautheit der Gruppe aus.

Eine gute Beziehungsebene zwischen den Teilnehmer/innen und mir ist eine zentrale Voraussetzung für ein erfolgreiches und nachhaltig wirkendes Training. Gerade bei Themen, die die eigene Person ansprechen (z. B. Reflexion der eigenen Verhaltenstendenzen oder der eigenen Kommunikationshaltung) benötige ich das Vertrauen der Teilnehmer/innen. Aus diesem Grund verbringe ich auch mitunter gerne die Pausen mit meinen Teilnehmer/innen, weil diese ‚inoffiziellen’ Räume häufig genutzt werden, um mich näher kennen zu lernen. Zudem erfahre ich in den Pausen oft, was sie in ihrem Berufsalltag ‚wirklich’ bewegt und kann diese Erkenntnisse in das Seminar einfließen lassen. Diese Flexibilität, die Bedürfnisse der Teilnehmer/innen genauer kennenzulernen und auf sie einzugehen, ist mir wichtig und signalisiert ihnen, dass ich sie auch persönlich in ihrem Umfeld ernst nehme.

Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass Menschen mit Spaß und Humor besonders leicht und nachhaltig lernen. Mein Ziel ist es deshalb, auch schwierige Themen kurzweilig zu vermitteln.

Ich pflege einen wertschätzenden Umgang mit meinen Teilnehmer/innen. Stark konfrontierende Methoden lehne ich daher ab. Ich bin davon überzeugt, dass ein achtsames Feedback oder eine betont sachliche Kritik wirksamer ist und zu weitreichenden Lernerfolgen führt. Zugleich sehe ich meine Aufgabe darin, Entwicklungen anzustoßen und durchaus kritische Punkte zu thematisieren. Beides widerspricht nach meinem Verständnis nicht einem respektvollen Miteinander.